Geschlossen gewählt
Bertrandt in Ingolstadt und Wolfsburg
Die Bahn ist frei für die Wahl von Betriebsräten beim Entwicklungsdienstleister Bertrandt. Ende September setzten die Belegschaften an den Standorten Wolfsburg und Ingolstadt ein klares Zeichen für Mitbestimmung und Demokratie. Das musste auch das sonst gewerkschaftskritische Unternehmen zur Kenntnis nehmen.
Seit vielen Jahren wachsen Unmut und Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen an den Bertrandt-Standorten. Das wollen die Aktiven mit Unterstützung der IG Metall-Geschäftsstellen Ingolstadt und Wolfsburg sowie des IG Metall-Vorstands ändern: In standortübergreifenden Treffen erarbeiteten sie eine gemeinsame Strategie für die Betriebsratswahl.
Auf Störversuche des Arbeitgebers waren sie vorbereitet. »Der bewegende Moment in der Versammlung war die überwältigende Zustimmung der Kolleginnen und Kollegen bei der Wahl der Wahlvorstände – und dies trotz der zahlreichen Störversuche. Wir haben als Aktive viel Energie in die Vorbereitung gesteckt und nach außen absolut dichtgehalten. Besonders wichtig war für uns, dass wir uns vor der Wahl mit den Aktiven aus Wolfsburg abgesprochen und dann gleichzeitig losgelegt haben«, so Christoph Martin, Bertrandt Gaimersheim/ Ingolstadt.
Die Fakten
Ingolstadt: rund 1000 Mitarbeiter, Wahlversammlung am 24. September mit über 760 Teilnehmern.
Der Arbeitgeber versuchte aktiv die Wahlversammlung zu stören. Die Belegschaft ließ sich nicht verunsichern und stimmte mit eindeutigem Ergebnis für den fünfköpfigen IG Metall-Wahlvorstand.
Wolfsburg: rund 2200 Mitarbeiter, Wahlversammlung am 25. September mit über 900 Teilnehmern.
Einige Stunden vor der Versammlung gab es Versuche, die Versammlung zu stören. Aber auch hier war die Belegschaft sich einig und wählte den fünfköpfigen IG Metall-Wahlvorstand.
Die nächsten Schritte
Gemeinsame Schulung der beiden Wahlvorstände, Kandidatentreffen und Wahlkampfvorbereitung; Ziel: Betriebsratswahlen Ende 2018.
Mehr Infos zu Bertrandt unter: www.igmbertrandt.de