Die Fertigmacher – Arbeitsunrecht und professionelle Gewerkschaftsbekämpfung

Die Gründung von Betriebsräten ist heute, in Zeiten von sogenanntem Union Busting, der professionellen, bisweilen kriminellen Bekämpfung von Gewerkschaften, oft ein gefährliches Abenteuer. Diese Verhältnisse sind nicht alternativlos, weil politisch gewollt oder toleriert und mitunter brutal durchgesetzt. Rügemer und Wigand nehmen Netzwerke einschlägiger Akteure (Arbeitsrechtler, Medienkanzleien, PR-Agenturen, Unternehmensberater, Detekteien, Personalmanager, gelbe Pseudo-Gewerkschaften) in den Blick. Sie schildern deren Methoden und Strategien anhand von Fallbeispielen und Personenporträts.

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Wenn der Arbeitgeber den Betriebsrat loswerden will – eine Anleitung zur Gegenwehr

Wenn der Arbeitgeber den Betriebsrat loswerden will – eine Anleitung zur Gegenwehr

Eigentlich sollen Arbeitgeber, Betriebsrat und Gewerkschaften vertrauensvoll im Betrieb zusammenarbeiten – eigentlich. Die Wirklichkeit sieht leider oft genug anders aus: Da werden Betriebsräte gemobbt, gekündigt, behindert, mit dem Ziel den „bösen“ und „lästigen“ Betriebsrat endlich loszuwerden. Dagegen muss sich der Betriebsrat wehren. Rechtsanwalt Marc Hessling hat viele Betriebsräte gegen aggressive Arbeitgeber vertreten und einige seiner Erfahrungen in einer Broschüre zusammengefasst, die er zum kostenlosen Download zur Verfügung stellt.

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Gewerkschaften in Deutschland – Herausforderungen in Zeiten des Umbruchs

Gewerkschaften in Deutschland - Herausforderungen in Zeiten des Umbruchs

Heiner Dribbusch und Peter Birke setzten mit dieser von der Friedrich Ebert Stiftung herausgebrachten Studie ihre Reihe der Darstellungen zur Struktur und Politik der deutschen Gewerkschaften fort. Sie bieten dabei einerseits eine Einführung in den Aufbau von gewerkschaftlicher Politik, betrieblicher Interessenvertretung und Mitbestimmung sowie in zentrale Fragen der gewerkschaftlichen und betrieblichen Organisationspolitik. Diskutiert wird auch die seit 2012 zu beobachtende Weiterentwicklung neuer Konzepte der Organisierung (»Organizing«) sowie die fortgesetzt und in den Arbeitskämpfen von 2015 besonders sichtbar gewordene soziale und politische Neuzusammensetzung von Streiks.

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Dein Feind, Dein Mitarbeiter – Strategische Kriegsführung im Betrieb

Dein Feind, Dein Mitarbeiter - Strategische Kriegsführung im Betrieb

Das sehr hörenswerte NDR Feature von Claas Christophersen und Norbert Zeeb beleuchtet unteranderem am Beispiel Enercon das Spektrum der teils legalen, halblegalen und manchmal auch bewusst illegalen Methoden von Union Bustern. Mal werden Betriebsratswahlen sabotiert, von Detektiven überwacht, mal Mitarbeiter gezielt gegen ihre Interessensvertreter aufgewiegelt. Und wenn es richtig knallen soll, werden Betriebsräte Mobbing und Isolation im Betrieb ausgesetzt – eine Methode, die sich „sozialer Tod“ nennt. Diese strategische Kriegsführung im Betrieb wird unter anderem auch am Beispiel Enercon beleuchtet.

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Neue Mitglieder für die Gewerkschaften – Mitgliederpolitik als neues Politikfeld der IG Metall (Wolfgang Schroeder, Stefan Fuchs)

Neue Mitglieder für die Gewerkschaften - Mitgliederpolitik als neues Politikfeld der IG Metall (Wolfgang Schroeder, Stefan Fuchs)

Die politische Macht, die finanzielle Kraft und die gesellschaftliche Legitimation von „Mitmach“-Organisationen wie die Gewerkschaften hängt entscheidend ab von der Zahl ihrer Mitglieder. Sinkende Mitgliederzahlen schränken die Handlungs- und Durchsetzungsfähigkeit ein, Macht und Einfluss sinken, Vertrauen und Legitimation schwinden. Eine zentrale Antwort auf diese Herausforderungen sehen die Wissenschaftler in den Erschließungsprojekten, mit denen neue Wege gewagt werden.

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Seminarreihe: Erschließungskompetenz für Aktive im Betrieb

Seminarreihe: Erschließungskompetenz für Aktive im Betrieb

Ob in Betrieben mit gut funktionierenden, Betrieben mit schwachen Strukturen oder gar Betrieben ohne Betriebsrat – die Durchsetzungsstärke und betriebliche Verankerung auszubauen, ist das Ziel von Organizing und Erschließungsarbeit. Wir möchten Euch dabei unterstützen, die Anliegen der Belegschaft aufzugreifen und systematisch zu bearbeiten. Die Seminarreihe Erschließungskompetenz besteht aus vier Modulen.

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Industrie im Wandel — Bildungsarbeit in Bewegung (Irene Schulz (Hrsg.))

Industrie im Wandel — Bildungsarbeit in Bewegung (Irene Schulz (Hrsg.))

Wer sich dafür interessiert, wie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Zeiten der großen Transformation, also in Zeiten von politischen und technischen Umbrüchen sich beruflich auf ihre Zukunft vorbereiten sollten, wie sie sich weiterbilden und am besten gemeinsam ihre Interessen vertreten, was Betriebsräte und Gewerkschaften neu, besser und anders machen sollten und wie in solchen Zeiten Bildungsarbeit wirksam gestaltet wird, konzeptionell wie organisatorisch — der sollte zu diesem Buch greifen.

Herausgeberin Irene Schulz, Geschäftsführendes Mitglied des Vorstandes der IG Metall, hält fest: „Politische und wirtschaftliche Demokratie sind zwei Seiten einer Medaille. Entsprechend stehen politische und berufliche Bildung, Aus- und Weiterbildung ebenfalls inhaltlich in einer engen Wechselwirkung und sind nicht voneinander zu trennen.“

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Interview mit Ulrich Wohland von ORKA – Die IG Metall als Beteiligungsgewerkschaft stärken

Die IG Metall als Beteiligungsgewerkschaft stärken Interview mit Ulrich Wohland von ORKA (Organisierung & Kampagnen) Die Beteiligung möglichst vieler Beschäftigter in der Betriebsrats- und Gewerkschaftsarbeit erfordert systematisches und prozessorientiertes Arbeiten. Das hat viel mit Organisierung zu tun. Das IG Metall-Projekt Beteiligung kooperiert deshalb in der Weiterbildung mit

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ORGANIZING (Detlef Wetzel (Hrsg.))

ORGANIZING (Detlef Wetzel (Hrsg.))

»Im Sinne von Organizing bedeutet Emanzipation, Selbstbefähigung und Beteiligung zu fördern, statt abstrakt Reklame für die gewerkschaftliche Sache zu machen. Emanzipation bedeutet, nicht Objekt, sondern Subjekt zu sein. Man wird nicht behandelt, sondern man handelt.« (Detlef Wetzel). Spätestens seit ein ehemaliger Organizer 2008 amerikanischer Präsident geworden ist, hat der Begriff Organizing Konjunktur. Die Bezugnahmen durch Gewerkschaften sind vielfältig: Sie reichen von »politischer Kommunikation«, »Erneuerungsdiskurs« über »bürgerschaftliches Engagement« hin zu der Annahme, es handele sich nur um ein anderes Wort für Mitgliederwerbung.

Inzwischen gibt es eine mehrjährige gewerkschaftliche Organizing-Praxis auf verschiedenen Ebenen. Was für die IG Metall gilt, gilt auch für einige ihrer deutschen und internationalen Partnergewerkschaften, die mit mehr oder weniger materiellen und personellen Ressourcen kleinere Projekte oder große Kampagnen im umfassenden Sinne angeschoben haben.

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