Zusammenhalt der Belegschaft bringt den Durchbruch

Tarifabschluss bei KMH!

Nienburg / Bassum – Bereits am 29. Januar 2019 konnte in einer neunstündigen Verhandlung nach langen Monaten des Kampfes ein Durchbruch erzielt und ein Verhandlungsergebnis unterschrieben werden: die KMH-Kammann Metallbau GmbH wird den Flächentarifvertrag des Metallhandwerkes in Niedersachsen stufenweise einführen. 

Der Beginn des Stufenplanes ist rückwirkend zum Juli 2018. Damit erhöhen sich die Entgelte für die Kolleginnen und Kollegen in den kommenden Jahren regelmäßig bis auf Tarifniveau. Gleichzeitig senkt sich die Arbeitszeit in drei Schritten bis auf 37 Stunden pro Woche.

Dem Ergebnis gingen Verhandlungen seit dem Sommer 2018 voraus. Nachdem sich in den Verhandlungen anfangs erste Fortschritte abzeichneten, engagierte die Geschäftsführung die bundesweit tätige Anwaltskanzlei Schreiner und Partner aus Hamburg. Diese versteht sich auf die Praxis des Union-Busting, der systematischen Unterdrückung von gewerkschaftlichem Einfluss. 

Die engagierte Kanzlei versuchte, die Belegschaft zu spalten und einen Tarifabschluss zu verhindern. Doch ohne Erfolg, die Beschäftigten bewahrten ihre Geschlossenheit. Die Geschäftsführung stellte daraufhin das Störfeuer ein und setzte sich mit der IG Metall an den Verhandlungstisch. 

Die IG Metall-Mitgliederversammlung hat das Verhandlungsergebnis am vergangenen Montag einstimmig angenommen.

Markus Wente, Verhandlungsführer der IG Metall Bezirksleitung Niedersachsen und Sachsen-Anhalt: „Die Kolleginnen und Kollegen haben bewiesen, dass Zusammenhalt und Geschlossenheit einer Belegschaft zum Ziel führen und alle Widerstände überwinden. Alle Beteiligten arbeiten nun konstruktiv an der Umsetzung des Tarifergebnisses. Ein Beispiel, welches Schule machen sollte.“